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Veranstaltungen des Regionalkreises Süd in München
2001 und 2000
Zweite Mitgliederversammlung des Jahres 2001 im RK Süd
In Berlin und auch außerhalb der TELI war über die Idee Einzelner und ein Papier des TELI-Geschäftsführers und 2. Vorsitzenden diskutiert worden, die TELI mit der Wissenschaftspressekonferenz (WPK) unter Auflösung der TELI zu vereinen. Obwohl von einer Vorstandsmehrheit gebilligt, waren diese Vorgänge weder von der Mitgliederversammlung noch vom (zwischen Mitgliederversammlungen allein zuständigen) Erweiterten Vorstand der TELI autorisiert. Auch waren sie diesen Gremien nicht bekannt gemacht worden. Erst bei einer auf unser Verlangen einberufenen Sitzung erfuhren die Vertreter der Regionalkreise Einzelheiten dazu.
Daher hatte der RK-Vorstand kurzfristig eine Außerordentliche Mitgliederversammlung nach München einberufen, um über Zusammenhänge zu informieren und die Meinungen der Kollegen zu erfahren. Nach etwa dreieinhalb Stunden schonungslosen und fruchtbaren Wissens- und Meinungsaustausches zur Situation urteilten die 23 Anwesenden einstimmig und sprachen sich gegen diese Idee aus. Sie befürworteten andererseits mit 21 Stimmen das sogenannte Allianzpapier, das der Erweiterte Vorstand der TELI am 1. März 2001 verabschiedet hatte, das nach unserem Wissen auch vom WPK-Vorstand gut geheißen ist und das eine enge Zusammenarbeit sowohl mit der WPK als auch mit anderen Organisationen von Technik- und Wissenschaftsjournalisten überall dort zum Ziel hat, wo das sinnvoll erscheint, ohne dass die Beteiligten ihre Selbständigkeit und Entscheidungsfreiheit aufgeben. Ausdrücklich offengehalten haben sich die Kollegen die Option, nach einer Zeit guter Kooperations- erfahrungen auf der Basis des "Allianzpapier" darüber nachzudenken, wie solche Zusammenarbeit noch enger zu gestalten sei. Nach der Berliner Mitgliederversammlung der Bundes-TELI erhalten alle RK-Mitglieder das Protokoll dieser Sitzung, dem sie die Einzelheiten entnehmen können.
24.08.2001 mabo
Vorstandswahl in München
Seit den letzten Dezembertagen hat der Regionalkreis (RK) Süd einen neuen Vorstand. Die schriftliche Wahl leitete Robert Gerwin, langjähriger Vorsitzender und Ehrenmitglied der TELI. Es beteiligten sich 61% der Wahlberechtigten.
Zur Wiederwahl für dieses seit über zehn Jahren übliche Dreiergremium stellten sich die Kollegen Dietmar Schmidt als Vorsitzendender und Manfred Bormann. Roger Schmidt-Boelcke, 1983 bis 1988 als Nachfolger für Hans Philipp Sauer selbst RK-Vorsitzender und seitdem RK-Vorstandsmitglied, hatte sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Als dritter Kandidat ließ sich Bernd Schöne gewinnen, ein weiterer trat nicht an.
Das neue Team wurde mit je einer Enthaltung und einer Ablehnung Schönes gewählt. Die Kollegen nahmen die Wahl an und bedankten sich bei Roger Schmidt-Boelcke für seine Mühen während der letzten sieben Jahre.
Als Hauptziel für die nähere Zukunft betrachtet der neue Vorstand die Aufgabe, mit seinen inzwischen etwa 20 bis 22 Veranstaltungen/Jahr der TELI neue Interessentenkreise zu erschließen. Bisher hatte der RK dazu die zwei Reihen TELI-Jour-Fixe und TELI-Messestammtisch mit Vorträgen und Diskussionen sowie jährlich zwei Exkursionen angeboten. Dazu sollen künftig vermehrt TELI-Foren treten, welche ein Thema von mehreren Referenten und unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten werden. Ein erstes Beispiel dafür war das Forum Audio im Internet, das am 8. Dezember kombiniert mit der traditionellen TELI-Winter-exkursion 57 Teilnehmer ins Münchner Institut für Rundfunktechnik gelockt hatte.
Wer sind nun die Vorstandsmitglieder dieser Wahlperiode?
Dietmar Schmidt (62) konnte sich bis zur Aufteilung seiner Dienststelle als dienstältester deutscher Universitäts-Pressesprecher betrachten. Er studierte in München Chemie, Geschichte und Zeitungs- wissenschaften und begründete nach seinem Examen 1968 die Pressestelle seiner Ludwig-Maxi- milians-Universität München, die er bis Anfang 2000 führte. Seitdem ist er der Leiter des Referates Dokumentation und Information der LMU, wo er u.a. am Aufbau eines hauseigenen Museums arbeitet. In der TELI ist er seit 1977 und u.a. seit 1988 der Münchner RK-Vorsitzende, als solcher zugleich Mitglied des Erweiteren TELI-Vorstandes, TELI-Delegierter im Vorstand der European Union of Science Journalists Associations (EUSJA), Vorstandsvorsitzender ihrer Arbeitsgemeinschaft Mitteleuropa sowie zusammen mit Manfred Bormann TELI-Archivar.
Manfred Bormann (65) sattelte nach 19-jähriger Ingenieurpraxis als Technischer Leiter eines kera- mischen Mittelstandsbetriebes aus der Wirtschaft zum Journalismus um. Nach einem Chefredakteurs-Intermezzo für zwei Bertelsmann-Fachjournale arbeitet er seit 1977 als Freiberufler für die Fach- und Publikumspresse. Naturwissenschaften und Technik, darunter zunehmend Security, sowie Medizin sind seine Fachgebiete. Nach vielen Jahren als Deutschlandredakteur, Blattmacher und Herausgeber einer internationalen Security-Fachzeitschrift agiert er heute mit seinem Redaktionsbüro mehr backstage, u.a. als Mitarbeiter eines Opernlexikons. Für die TELI wirkt er seit 1983 im Vorstand des RK Süd, von 1996 bis2002 als Mitglied des Aufnahmeausschusses, von 1999 als dessen Sprecher. Zudem arbeitet er als TELI-Archivar. In der TELI ist er seit 1979.
Bernd Schöne (40) studierte In München zunächst Physik und begann 1991 nach Diplomprüfung, Assistentenzeit und einer Hospitanz bei der Süddeutschen Zeitung, als freier Wissenschaftsjournalist zu arbeiten. Parallel dazu absolvierte er ein Zweitstudium der Philosophie und Wissenschaftstheorie, das er 1998 mit der Magisterprüfung abschloss. Seine Themen sind die Naturwissenschaften, speziell die Physik, sowie zunehmend Fragen der Informationstechnik und ihrer Sicherheit. Darüber schreibt er in den führenden deutschen Tageszeitungen und renommiertesten Periodika der Publikums- und Fachpresse. TELI-Mitglied ist er seit 1997.
Die Veranstaltungen der letzten Jahre im RK Süd
14. bis 17. Juni 2001, EUSJA- und ARGE-Exkursion nach Budapest und an die Theiß
"Die Cyanid-Vergiftung der Theiß und ihre Folgen"
Von dieser Reise berichtete Sybille Kettembeil TELI u.a. in den VDI-Nachrichten v. 20.07.2001 und schrieb für www.teli.de:
Vor eineinhalb Jahren gingen die Bilder um die Welt: Tonnenweise wurden tote Fische aus der Tisza (Theiß) gehievt. Eine Cyanid-Vergiftung hatte fast das gesamte Leben in dem ungarischen Fluss vernichtet. Wie es heute dort aussieht, darüber informierten sich 24 Wissenschaftsjournalisten aus 13 europäischen Ländern vor Ort.
Im Januar 2000 waren aus einer Goldmine einige hunderttausend Kubikmeter Cyanid-verseuchtes Abwasser in die Tisza gelangt toxisch genug, um 60 Millionen Menschen zu töten. Zum Glück folgte ein starkes Frühjahrshochwasser, das "wie eine Bluttransfusion wirkte", so Gábor Füstös von der ungarischen Regierungskommission Tisza und Szamos. Bei kräftigen ungarischen Snacks und Hochprozentigem erläuterten er und weitere Fachleute den Journalisten auf einem Tisza-Schiff das damalige Geschehen, seine Folgen und die Zukunftspläne der Regierung. Zum Beispiel wurden und werden Millionen Jungfische in den Fluss eingesetzt. Die Zuchtanlage dafür hat Josef von Ferenczy gestiftet, der eigens zum Treffen mit den EUSJA-Journalisten aus München an die Tisza gekommen war.
Eine Fahrt auf dem Fluss zeigte: Das Wasser ist wieder sauber. Doch bis sich das gesamte Ökosystem Tisza erholt hat, wird es noch Jahre dauern. Und ständig droht die Gefahr einer neuen Kontamination. Ein alternatives Hochwasser-Management soll die Folgen einer möglichen Verseuchung begrenzen und gleichzeitig die traditionelle Art der Schwemmlandbewirtschaftung wieder einführen. Als die Tisza vor rund 150 Jahren eingedeicht wurde, blieben etwa 20 m x 30 m große und bis 2 m tiefe Löcher zwischen Deich und Fluss zurück. Diese Bassins laufen bei Hochwasser voll und bieten beste Laichplätze für Fische. Nach Rückzug des Hochwassers sind sie jedoch vom Fluss abgeschnitten: Trocknen sie völlig aus, gehen Tausende von Jungfischen zugrunde. Um das zu verhindern, werden die Tümpel jetzt mit einem Ringkanal vernetzt, ein weiterer Kanal verbindet dieses System und den Fluss über eine Schleuse. Sie wird geöffnet, sobald die Fische herangewachsen sind oder die Tümpel auszutrocknen drohen.
Im Pilotgebiet nahe dem 2000-Seelen-Dorf Nagykörü wurden zunächst 33 Tümpel vernetzt. Später soll das System am gesamten Fluss eingeführt werden. Langfristig will man aber noch viel weiter gehen und auch die geschützten Seiten der Deiche fluten; letztlich soll ein etwa 150 km breiter Geländestreifen einbezogen werden. Solche großen Nassflächen nützen auch bei Umweltkatastrophen: Melden stromaufwärts installierte Messsysteme eine Wasserverschmutzung, wird das Gelände geflutet und abgeschottet. Ist die Verschmutzungswelle im Flussbett vorübergeflossen, öffnet man die Schleusen; sauberes Wasser nebst Wassergetier strömt in den Fluss und dient als Basis für neues Leben.
30. Januar: Prof. Dr. Ernst Pöppel, Leiter des Institutes für Medizinische Psychologie der Ludwigs-Maximilians-Universität München
Gehirnforschung Was wissen wir bis jetzt?
48 Teilnehmer: 27 TELI, 21 Gäste
27. Februar: Dipl.-Ing. Manfred Wackers, Vertriebsleiter Transrapid International (TRI), Berlin
(als Einspringer für seinen kurzfristig verhinderten Chef Hans-Georg Raschbichler, TRI-Geschäftsführer)
Nachgefragt: Die Transrapid-Technik von heute
24 Teilnehmer: 18 TELI, 6 Gäste
Dazu notierte Peter Ferger, TELI, bei MBB früher selbst ein "Transrapider":
Technik wird von Menschen gemacht, so auch die Magnetbahn Transrapid. Ehemals waren sieben Firmen zu einem Konsortium vereint unter dem Federführer Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB). Dort arbeiteten auch H.-G. Raschbichler und M. Wackers, um die 1934 patentierte Idee von Hermann Kemper zu realisieren. Beide wechselten sie zu ThyssenHenschel heute ThyssenKrupp. Mit dieser Firma verbanden sich zwei weitere Häuser zur Transrapid International (TRI), wovon eine allerdings wieder ausstieg. Hier verfolgten die beiden Pioniere beharrlich und allein mit Thyssen-Unterstützung die Verwirklichung des Transrapid.
Das Projekt läuft nun in Deutschland seit 1969, Einzelheiten vermittelt das Internet unter
http://www.transrapid-international.de/
Wackers vermeldete gegenüber seinen Münchner TELI-Vorträgen von 1989 und 1993 erhebliche Fortschritte besonders der Elektronik, aber auch in allen anderen Sparten der Technik bis hin zum Fahrweg. Faszinierend, dass ein so ideales Verkehrsmittel Meinungen so polarisiert: Ablehnung auf der einen Seite sowohl von Eisenbahnvernarrten wie von Technikleugnern (leider nutzte keiner davon unsere "Information aus erster Hand"), Einsicht bis Enthusiasmus auf der anderen, auch unter den Zuhörern.
Die sehr lebhafte Diskussion brachte Interessantes zu Tage, wie die Existenz dreier unabhängiger Bremssysteme: den steuerbaren Linearantrieb, eine Wirbelstrombremse und verschleißfeste Kufen. Die Bremswirkung muß geregelt erfolgen, damit ein aufgeständerter Fahrweg nicht wie Dominosteine umklappt. Der kann aber auch am Boden verlaufen: Etwa 400 mm Bodenfreiheit verhindern selbst bei Höchstgeschwindigkeit aerodynamische Bodeneffekte. Das Aufständern erlaubt jedoch die Nutzung darunter, z. B. als Weidefläche, und vermeidet in besiedeltem Gebiet Probleme und Unpassierbarkeit.
Beim radlosen System fehlen Unwuchten (Schwingungs- und Verschleißfreiheit!), Kreiseleffekte, aerodynamischer Widerstand: lauter kostensparende Vorteile! Denn bei einer großen Anzahl von "Schwungscheiben" müsste translatorisch die Massenträgheit beim Beschleunigen und Verzögern ins Kalkül gezogen werden, und deren "Rotationsträgheit" verursachte zusätzliche Störungsquellen. Das wird uns in den seltensten Fällen noch klar, weil wir durch unsere "Radfahrzeuge" nicht mehr darüber nachdenken und uns jedes Gefühl dafür abgeht. So bleibt die Hoffnung, dass nun die Zeit für den Transrapid gekommen ist. Denn erst einmal etabliert, läßt sich diese Technik zu vielem verwenden. Sogar als Bergbahn und zu industriellen Aufgaben bis hin zur Hochofenbeschickung.
27. März: Dr. Walter Rathjen, Direktor, Deutsches Museum, München
Römische Technik am Beispiel Pompeji
28 Teilnehmer: 16 TELI, 12 Gäste
24. April: TELI-Jour-Fixe ist zugleich Messe-Stammtisch zur SEMICON am 25. April, siehe dort
29. Mai: Prof. Dr. Robert H. Schmucker, Ing.-Büro / Lehrstuhl für Raumfahrt
der Technischen Universität München
"Star Wars Hirngespinst oder realistisches Konzept?"
28.Teilnehmer: 18 TELI, 10 Gäste
Hierzu berichtete TELI-Mitglied Dr. Ulrich Probst:
Trotz des Biergartenwetters mit einer Aussentemperatur von 27 °C war der Andrang groß: Zahlreiche TELI-Mitglieder fanden sich am 29. Mai im Rahn-Stüberl ein, um aus dem berufenen Munde von Dr.-Ing. Robert H. Schmucker, apl. Professor für Raketen- und Raumfahrttechnik an der TU München, zu erfahren, was von dem neuen MND-Raketenabwehrprogramm der Amerikaner zu halten sei. In seinen Ausführungen erläuterte Professor Schmucker technisch ebenso brillant wie temperamentvoll die Zusammenhänge:
Die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten George W. Bush, eine neue amerikanische Raketenabwehr namens NMD/MD (Nuclear Missile Defense/Missile Defense) zu schaffen, um Angriffe sogenannter Problemstaaten mittels Raketen und Massenvernichtungswaffen zu verhindern, müsse nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion unter dem Aspekt der neuen Gefährdungspotentiale gesehen werden. Wie Schmucker darlegte, folgen Nuklearwaffen der Kriegsphilosophie der gegenseitigen Kräfteabnutzung, Raketenabwehr hingegen einer alternativen Strategie. Die Zielsetzung, Raketen abzuwehren, entstand nicht erst mit SDI oder dem ABM-Vertrag, sondern bereits bei den ersten deutschen A4/V2-Angriffen auf London, wurde jedoch damals nicht realisiert. NMD ist eines von derzeit 8 Programmen der US-Regierung und beinhaltet die strategische, landgestützte Raketenabwehr, die 5 verschiedene boden- und weltraumgestützte Elemente umfasst. Mittels dieser Elemente und bordeigener Sensoren soll ein Zerstörungsfahrzeug auf Kollisionskurs mit dem anfliegenden Objekt gebracht werden und dieses vernichten. Als Gegenmaßnahmen werden vor allem Tarnen der Angriffsmittel, Täuschen des Verteidigers sowie Vergrößerung des Offensivpotentials genannt.
Nach Ansicht des Referenten zeigen die bisherigen Versuche neben einigen Erfolgen eine Reihe von Fehlschlägen, womit eine Einschätzung um die prinzipielle Wirksamkeit sowie beim Kampfeinsatz möglich werde. Eine Bewertung müsse aber weitere Facetten berücksichtigen. Neben der Zahl der anfliegenden Objekte hinge die Bekämpfungseffektivität auch entscheidend von den Verschleierungsmaßnahmen (Eindringhilfen) und damit auch von der Identifizierung und Zerstörbarkeit von Objekten ab. Ein weiteres Effizienzkriterium sei die Zuverlässigkeit, wobei nicht nur die Defensivwaffen, sondern auch die Offensivkräfte zu betrachten sind. Nicht vergessen werden dürfe der den Problemstaaten bekannte Status der Arbeiten, die sich abzeichnende Entwicklung sowie deren finanzielle Gegebenheiten. Schließlich sei auch die Haltung Russlands hinsichtlich der Raketenabwehr wichtig.
Das Fazit von Professor Schmucker (übrigens per E-Mail erreichbar unter: robert@schmucker.de): Eine Antwort auf die Frage, ob dieses Projekt ein Hirngespinst darstelle oder auf realistischen Grundlagen basiere, sei damit leichter zu finden.
P.S.: Unter den Zuhörern war auch TELI-Kollege Eduard Roth, der nicht ohne Stolz darauf hinwies, dass er schon 1962 als ehemaliger dpa-Mann in der Frankfurter Illustrierten berichtete, dass Laserwaffen zur Raketen-Abwehr eingesetzt werden können. (Andere folgten ihm unwissentlich: u. a. auch der Protokollant, 1980, in der Europäischen Wehrkunde).
Der Referent, Prof. Dr. Robert H. Schmucker, lieferte uns diese Zusammenfassung seines Vortrages:
Die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten G. W. Bush zur (nationalen) Raketenabwehr (NMD/MD) muss vor der seit Zusammenbruch der SU veränderten Weltlage gesehen werden: der Möglichkeit eines Angriffs von "Problemstaaten" mit Raketen und Massenvernichtungswaffen. Nuklearwaffen folgen der Kriegs-philosophie der gegenseitigen Kräfteabnutzung, Raketenabwehr dagegen einer alternativen Strategie. Letztere entstand nicht erst mit SDI oder dem ABM-Vertrag, sondern bereits bei den ersten deutschen A4-/V2-Angriffen auf London, wurde jedoch damals nicht realisiert.
NMD ist eines von derzeit acht Programmen der US-Regierung und besteht aus der strategischen landgestützten Raketenabwehr, die fünf verschiedene boden- und weltraumgestützte Elemente umfasst. Mit diesen Elementen und bordeigenen Sensoren soll ein Zerstörungsflugkörper auf Kollisionskurs mit dem anfliegenden Angriffsobjekt gebracht werden und dieses vernichten. Als Gegenmaßnahmen des Angreifers werden vor allem das Tarnen der Angriffmittel, das Täuschen des Verteidigers sowie die Vergrößerung des Offensivpotenzial genannt.
Die bisherigen Versuche zeigten neben einigen Erfolgen eine Reihe von Fehlschlägen, womit jedoch trotzdem eine Einschätzung der prinzipiellen Wirksamkeit sowie derjenigen beim etwaigen Kampf- einsatz möglich wird. Eine Bewertung muss weitere Facetten berücksichtigen. Neben dem Umfang der anfliegenden Objekte geht darin die Bekämpfungsaktivität mit den verschiedenen Maßnahmen zur Verschleierung (sogen. Eindringhilfen) sowie zur Objektidentifizierung und Zerstörung ein. Weitere Faktoren betreffen die Zuverlässigkeit, wobei nicht nur die Defensivwaffen, sondern auch die Offensivkräfte zu betrachten sind. Nicht vergessen bleiben darf der von den Problemstaaten bekannte Status der Arbeiten, die sich abzeichnende Entwicklung sowie deren finanzielle Gegebenheiten. Schließlich ist auch die Haltung Russlands zur Raketenabwehr wichtig.
Vor dem Hintergrund der Bestrebungen zur Eindämmung des Technologietransfers bei Raketenwaffen lassen sich Effektivität, Wirksamkeit und Bedeutung von NMD bewerten. Damit kann eine Antwort auf die Frage gegeben werden, ob dieses Projekt ein Hirngespinst darstellt oder auf realistischen Grundlagen basiert.
26. Juni: Peter Senger, Technischer Direktor der Deutschen Welle und maßgeblich an der Entwicklung des neuen Verfahrens beteiligt:
Digital Radio Mondiale Radio für die Welt
21 Teilnehmer: 16 TELI, 10 Gäste
Eine TELI-Kollegin berichtet darüber:
Den durchschnittlichen Radiohörer interessiert es nicht, wie und in welcher Frequenz er seine Sendung empfängt, hallte als Konsens der Zuhörer durch den Äther des Rahn-Stüberl im Hansa-Haus. Hauptsache: die Übertragungsqualität sowie die Inhalte stimmen, und die Bedienung des Empfangsgerätes muss möglichst einfach sein. Hier scheint die DRM-Initiative gute Karten zu haben. Denn mit dem Digital Radio Mondiale (DRM) dringt die Digitalisierung des Radios nun auch bis zur Kurzwelle vor. Mit einem einzigen Sender lassen sich rund um den Erdball in bester UKW-Stereoqualität, von der sich die Anwesenden live überzeugen konnten, vielfältigste Programme ausstrahlen. Ein normales Radiogerät mit dem entsprechenden Halbleiter-Chipset reiche dann aus für die ganze Welt. Zurzeit laufen erste Pilotprojekte, ab 2002 folgen Pilotsendungen, und 2003 sollen sich dann die ersten Geräte auf dem Markt tummeln.
Im Jahr 1996 fiel der Startschuss für DRM. Heute gehören 69 Mitglieder aus 27 Ländern zum Gremium. Federführend wirkt die Deutsche Welle mit, die ein weltweites Satellitennetz betreibt. Starkes Interesse zeigen Länder der Dritten Welt wie etwa China. Sie planen, ihre alten Sender zu ersetzen. Als Quellcodeverfahren von DRM dient MPEG4. Die Bit-Rate liegt bei 48 kbit/s, (4,5 kHz) sie ist änderbar. Mit DRM will die Initiative dem "Digitalen Radio Broadcasting" (DAB) keine Konkurrenz machen, wie Senger betont. Eher soll eine Lücke geschlossen werden, die etwas Bestehendes, nämlich LW und KW, ablöst. DAB sei außerdem für großflächige Versorgung zu teuer. Immerhin würde allein die Kurzwelle derzeit 6.000 Stunden pro Tag nach Europa senden und sogar 7.000 nach Asien. Dennoch hat der Erfolg der Kurzwelle immer unter der schlechten Übertragungsqualität gelitten. Das liege an der Ionosphäre, die wetterabhängig die Raumwellenausbreitung beeinflusse.
Das neue digitale Verfahren bringt gegenüber dem analogen enorme Verbesserungen in der Audio- und Empfangsqualität, wie sich die Veranstaltungsteilnehmer staunend überzeugen konnten. Weitere Vorteile von DRM: Es seien keine neuen Frequenzen erforderlich und keine neuen Senderstandorte, die Netto-Bit-Rate sei eine der höchsten je Hz, und die neuen Sender würden nur noch 100 kW statt vormals 380 kW aus dem Netz saugen. Auch die EMC sei um 6 bis 9 dB reduziert und biete so mehr Schutz für den Menschen.
Visionen für die Zukunft: Je Kanal Sendungen in zwei bis drei verschiedenen Sprachen neue Dienste wie etwa Community-Radio die notwendigen Chip-Sets finden auch in Handys oder Uhren Platz. Jetzt fiebert Senger der Reaktion der Hörer entgegen. Er hofft, dass DRM zum Selbstläufer wird und in etwa fünf Jahren zehn Prozent Verbreitung gefunden hat. Wir wünschen ihm viel Erfolg!
31. Juli: Professor Dr. Matthias Rief, Sektion Physik der Ludwig-Maximilians-Universität München
"Nanotechnik und Biophysik: Molekulare Maschinen"
25 Teilnehmer: 14 TELI, 11 Gäste
Reiner Korbmann, TELI, war für uns dabei:
Zwischen lebenden Organismen und technischen Maschinen, so die klassische Vorstellung, gibt es prinzipiell eklatante Unterschiede. Organismen bestehen aus hervorragend angepassten, "intelligenten" Bauteilen, die auch höchst empfindlich sind. Zugleich entstehen sie in selbstorganisierten Systemen, sind replikationsfähig und besitzen die Fähigkeit zur Selbstreparatur. Maschinen dagegen bestehen aus "dummen" und robusten Bauteilen, sie müssen von Menschen oder anderen Maschinen zusammengebaut und vor allem bei jedem Schaden repariert werden. Die moderne Biophysik, so Rief, im Alter von 34 Jahren bereits Professor der Münchner Universität, fragt nun danach, ob es möglich ist, Maschinen und technische Bauteile mit den Eigenschaften der lebenden Organismen zu entwickeln. Sie schafft damit eine Welt der biologischen Maschinen, einen Forschungsbereich, wo Molekularbiologie und Nanotechnik verschmelzen. Er steht noch ganz am Anfang, in den Grundlagen. Er verspricht aber auch mit angepassten, effizienten Maschinen große technische Anwendungsmöglichkeiten.
Einige Schlaglichter, bisher lediglich Erkenntnisse ohne praktischen Nutzen, die wenigstens erahnen lassen, welch erstaunliche Technikwelt sich im Nanokosmos der Biophysik eröffnet: Die Forscher rund um Prof. Rief untersuchen an der Universität München zum Beispiel die mechanischen Eigenschaften der Erbsubstanz DNA, der Desoxyribonukleinsäure. Zieht man mit einer bestimmten Kraft an ihr, entdrillt sich die Doppelhelix und reißt. Lässt man los, wächst sie nach einiger Zeit wieder zusammen, wie ein Stück zerrissenes Papier, das sich von selbst repariert. Ein weiteres Beispiel für Selbstorganisation ist die Faltung der Proteine. Erst in den letzten Jahren hat man entdeckt, wie wichtig diese Faltung der Riesenmoleküle für ihre Wirkung ist. Gibt man nun ein kristallisiertes, also trockenes Protein in Wasser, schrumpft es bei der Faltung und entwickelt Kräfte wie ein biologischer Motor. Das größte bekannte Protein, das Titin im Muskel, bricht aus seiner Faltung andererseits nicht in einem Ruck, sondern in kleinen Stufen auf, entwickelt damit geradezu ideale Klebstoff-Eigenschaften.
Überhaupt der Muskel: Wie kommen die Bewegungen zustande, die wir in jedem Augenblick unbewusst kontrollieren? Die Antwort: In einer unendlichen Summe von Nano-Bewegungen. Wie ein Motor ziehen Proteine an einem dünnen Proteinfaden, dem Aktin, 10 Nanometer um 10 Nanometer Tausende von Aktinfäden ergeben eine Muskelfaser, 10 Millionen Züge ergeben die Muskelbewegung von einem Zentimeter. Das Faszinierende für Ingenieure ist der hohe Wirkungsgrad, den biologische Maschinen bei der Umsetzung des Treibstoffs ATP in Bewegungsenergie erreichen: über 50 Prozent in der Technik gelten 20 Prozent schon als sehr gut. Und alles spielt sich ohne extreme Temperaturen und Drücke ab, in ganz normaler Umgebung. "Einfach in warmem Salzwasser", wie Prof. Rief bei seinem Vortrag im Hansa-Haus sagte.
17. August: TELI-Exkursion zum Thema "Wasserbau":
Besichtigung der Versuchsanstalt für Wasserbau und Wasserwirtschaft der Technischen Universität München (Oskar-von-Miller-Institut) in Obernach, des Walchensee-Kraftwerks
der E.ON-Wasserkraft-GmbH in Kochel und des Klosters Benediktbeuren
29 Teilnehmer: 16 TELI, 13 Gäste
Dr. Franz Xaver Scharinger TELI erinnert sich:
Flussmorphologie ist künftig eines der wichtigsten und auch wissenschaftlich interessantesten Forschungsthemen der Versuchsanstalt, so Dr. Ing. Arnd Hartlieb, Stellvertreter des Instituts-Betriebsleiters (Urlaub). Gründer war 1926 kurz nach Eröffnung des Walchensee-Kraftwerks der rührige Oskar von Miller. Zunächst war Obernach Teil der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (heute Max-Planck-Gesellschaft), seit 1962 gehört es zur Technischen Universität München. Die 25 Mitarbeiter, darunter drei fest angestellte Wissenschaftler und fünf Doktoranden, erforschen Fluss- und Wasserbau-Themen. Zum Beispiel die Sanierung und "Renaturierung" von Wasserläufen, die man in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zwecks Hochwasserschutz und Stromproduktion oft begradigt und eingedeicht hatte. Neuartige Verfahren zum Schwemmholz-Rückhalt können Brücken und Wehre vor Schäden durch mitgerissene Bäume bewahren. Zur Frage des Donauausbaus sind mögliche Schifffahrtrinnen zu ermitteln, und zum Schutz von Fischen vor allem von Aalen vor Turbinen sind noch sehr viele Fragen offen. Ein paar Beispiele aus vielen: Solche Untersuchungsaufträge erteilen sowohl die Wasserwirtschaftsbehörden wie auch private Auftraggeber vor Baumaßnahmen.
Natur, Wasserwirtschaft und Stromerzeugung können durchaus im Einklang stehen. Das demonstrierte Markus Klinner, Betriebsingenieur des Walchensee-Kraftwerks, überzeugend am Nachmittag. Hierfür war wiederum Oskar von Miller der Initiator: Das Projekt war bereits vor dem 1. Weltkrieg konzipiert, aber erst 1924 realisiert. Der Walchensee wird mit Zusatzwasser aus Isar und Rissbach versorgt und dient dann als Reservoir für das 200 m tiefer liegende Wasserkraftwerk am Kochelsee. Bis zu 84 m³/s stürzen durch sechs Druckleitungen abwärts in die Turbinen, erzeugen Drehstrom für das Öffentliche Netz und Einphasen-Wechselstrom für die Bahn, insgesamt 320 Millionen kWh/a. In erster Linie als ein typisches Lastspitzen-Kraftwerk, doch auch zusammen mit einem Wehr am Loisach-Abfluss des Kochelsees zur Regulierung des Isar-Wasserstandes und zur Unterstützung der Isar-Flößer bei Niedrigwasser. So ließ sich beispielsweise das katastrophale Pfingsthochwasser 1999 wesentlich entschärfen, da neben dem soeben vergrößerten Sylvenstein-Stausee auch der Walchensee als Speicher diente.
Den dritten Höhepunkt der Exkursion bildete eine Führung durch das Kloster Benediktbeuern, gegründet 739 und damit eines der ältesten, bedeutendsten Klöster in Bayern. Zwar fiel es 1803 wie andere kirchliche Einrichtungen der Säkularisation zum Opfer und verfiel beinahe zur Ruine, ist aber seit 1931 wieder kirchlichen Zwecken gewidmet als Kloster sowie Hochschule des Salesianer-Ordens und wird seitdem schrittweise restauriert. Ab 1807 diente es jedoch als Standort der Glashütte, in der Joseph von Fraunhofer forschte und die hochreinen, schlierenfreien Glassorten entwickelte, die ihm erst seine optischen Entdeckungen ermöglichten. Diese weitgehend im Originalzustand erhaltene Hütte war das vorletzte Exkursionsziel.
Dem Wirt vom Klosterbräu schließlich machte es keinerlei Probleme, einen Bus voller durstiger, hungriger TELI-Freunde zufrieden zu stellen. Dann ging's heimwärts: Zum ersten Mal übrigens mit einem Bus, den uns Daimler-Benz bereitstellte, nachdem die MAN-Pressestelle ihr langjähriges Sponsoring für Journalistenvereinigungen und damit auch für die TELI beendet hatte.
25. September: Dr. Peter Pöschl, Institut für Wasserchemie und Wasserwirtschaft der Technischen Universität München
"Aerosolpartikel und Kohlenstoff in der Atmosphäre"
16 Teilnehmer: 10 TELI, 6 Gäste
Hier der Bericht von Armin Philippi:
Die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre, die aus einem Gasgemisch (Luft) mit Feststoff- und Flüssigkeitspartikeln besteht, ist von großer Bedeutung für menschliches Wohlbefinden und Umwelt. So sind Allergien massiv im Vormarsch Partikel bis zu 100 nm Größe sind "lungengängig", und langfristige Klimaveränderungen durch den Treibhauseffekt zeichnen sich ab. Zu den zahlreichen Spurenstoffen in der Atmosphäre, die als "Treibhausgase" durch Absorbieren von Infrarotstrahlung zum Treib-hauseffekt beitragen, zählen Kohlendioxid, Methan, Distickstoffoxid (Lachgas) und halogenierte Kohlenwasserstoffe (FCKW).
Zu den Treibhausgasen kommt noch eine Vielzahl weiterer Spurenstoffe, die aus Biosphäre, Vulkanismus, Industrie und Verkehr stammen. Das sind vor allem Kohlenstoffverbindungen wie Kohlenwasserstoffe, Schwefelverbindungen, Stickstoffverbindungen, aber auch Aerosolpartikel wie Seesalz, Mineralstaub, Schwefelsäure, Ruß und organische Partikel, die ebenfalls am Ablauf chemischer Reaktionen und physikalischer Prozesse (Wolkenbildung usw.) beteiligt sind. Die mittlere Lebensdauer bzw. Verweilzeit von Spurenstoffen in der Atmosphäre hängt von ihrer Reaktivität, Wasserlöslichkeit und Flüchtigkeit ab. Das reicht von Sekunden (OH-Radikale) über Tage und Wochen (Aerosolpartikel, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid) bis zu Jahren (Methan) und Jahrhunderten (FCKW). Durch den Austausch von Energie, Wasserdampf und Spurenstoffen wie Kohlendioxid und Seesalzpartikel ist das Geschehen in der Atmosphäre auch eng mit der Hydrosphäre gekoppelt insbesondere mit den Ozeanen, die 70 Prozent der Erdoberfläche einnehmen. Der komplexe Zusammenhang und Rückkopplungskreis zwischen Atmosphärenchemie und -physik, Hydrosphäre, Biosphäre, menschlicher Aktivität und Klima sowie Wechselwirkungen der verschiedenen Spurenstoffe ist allerdings trotz weltweiter Forschungsarbeit bisher nur teilweise verstanden und quantitativ erfasst worden.
30. Oktober: Dipl.-Geogr. Thomas Loster, Fachgebietsltr. Wetter/Klima-RisikoForschung und NatCatService, Forschungsgruppe GeoRisiken,
Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft, München
"Naturkatastrophen und Klimaänderung steigt das Risiko?"
32 Teilnehmer: 19 TELI, 13 Gäste
27. November: Dipl.-Phys. Elmar Stephan, Giesecke & Devrient AG, München
"Die Chipkarte als Ausweis für das Volk?"
31 Teilnehmer: 15 TELI, 16 Gäste
17. Dezember: TELI-Winter-Exkursion zur Firma designafairs GmbH, München unter dem Thema
"Industriedesign"
21 Teilnehmer, 15 TELI, 6 Gäste
"Design eine Affäre für Utopisten" resümiert Gottfried Hilscher TELI und schreibt dazu:
Die Teilnehmer hätten vorgewarnt sein können, dass der blasse deutsche Begriff "Industriedesign" bei weitem nicht hinreichend bezeichnet, was den Besucher dort erwartet. Bereits in der Einladung stand's genauer, was dort anfällt: Corporate Design, Communication Design, Packaging und Industrial Design, Ergonomie/User Interface, Digital Media, artwork, Fairs & Events. Um "Branding" geht's letztlich, das Kreieren und Pflegen von Marken mit hohem Marktwert. Die "Markenführung", das Corporate Design stelle den größten immateriellen Wert eines Unternehmens dar. Einsame Spitze ist da immer noch Coca Cola, dessen Schriftzug (plus Rezept für das Getränk) mit geschätzten 90 Milliarden Dollar bewertet wird.
Christoph Böninger, der zusammen mit Patricia Huppermans die Geschäfte der designafairs führt, erläuterte das Selbstverständnis seines Unternehmens. Kreativ sein sei die Profession aller Mitarbeiter, Innovationen seien ihre Stärke, Designqualität ihr Anspruch und ihr Versprechen. 1997 als Siemens Design & Messe GmbH gegründet, verstand man sich damals als "Newcomer mit 40 Jahren Erfahrung". Im Juli 2000 habe man sich von der großen Mutter emanzipiert und das mit dem neuen Namen designafairs signalisiert. Zwar werden noch knapp drei Viertel des Umsatzes mit Siemens getätigt, aber die Kundenliste ist mittlerweile sehr lang und enthält zwischen der Adam Opel AG und Wayss & Freytag eine stattliche Zahl renommierter großer und kleinerer Unternehmen.
Design, betont Christoph Böninger, müsse Funktion und Leistung sichtbar machen. Weitere Merksätze vom Chef: Wo konstruiert wird, wird auch gestaltet. Gestalten heißt ordnen. Was das Auge trifft, trifft den ganzen Menschen. Nicht nur, weil sie so schön handlich sind, die Handys, sondern weil designafairs auch eine langjährige Erfahrung mit ihrer Gestaltung hat, waren sie das von jedem Exkursionsteilnehmer "begreifbare" Musterbeispiel für viele interessante Informationen. Zu 80 Prozent sei ihr Design kaufentscheidend, der Entwurfsprozess beginnt zwei Jahre vor der Markteinführung. Von allen Produkten der Kommunikationsbranche haben Mobiltelefone den kürzesten Lebenszyklus. Wie bei der Kleidung und bei Schuhen gibt es für sie eine modische Frühjahrs- und Herbstkollektion, die vorausgesehen werden will, wenn der verkaufsträchtige Publikumsgeschmack getroffen werden soll.
"Plaudertasche" nannten die Münchner Designer eine länger zurückliegende Studie zu mobilen Kommunikationsgeräten. Reichlich utopisch, habe es damals geheißen, aber Designer wüssten eben aus Erfahrung, dass die Utopien von heute die Wirklichkeit von morgen sind. Im gelungenen Design eines Industrieproduktes träfen sich die Vorstellungen des "Brainpools" der Entwickler mit den aus der Zukunft geholten Utopien. Visionen werden sichtbar.
Nach dem anregenden Besuch bei designafairs wird jedem klar geworden sein, dass man beim "Industriedesign" Beliebigkeiten vermeiden sollte und auch kann. Ginge es nach Christoph Böninger, sollte jedem CEO (Chief Executive Officer) ein Chief Design Officer (CDO) zugesellt werden.
TELI-Messestammtische 2001
16. Januar 2001, BAU 2001:
Gunter Wildermuth, Mitglied der Geschäftsleitung Nemetschek AG, München
Techniksoftware am Bau Vom Entwurf zum Leitrechner
17 Teilnehmer: 10 TELI, 7 Gäste
Beate Bröstl, TELI, protokollierte darüber:
"Planen Bauen Nutzen" ist das Motto der Nemetschek AG, des Softwarehauses mit Lösungen für die Bau- und Immobilienbranche. Dieses Motto umreißt gleichzeitig den Leistungsumfang der Programme, den der Referent in groben Zügen darstellte. Nemetschek-Software begleitet alle am Baugeschehen Beteiligten vom ersten Skribble des Architekten über die Fertigstellung bis zur Nutzung des fertigen Gebäudes.
In der Planungsphase liefert Nemetschek dem Architekten CAD-Werkzeuge, mit denen er in fast gewohnter Weise seine Handskizzen für die Entwurfsplanung erstellen kann. Der technische Zeichner macht aus den Entwürfen Planungskonzepte und wird dabei von Tabellen zur Leistungsbeschreibung unterstützt. Das Beispiel des deutschen Expo-Pavillons demonstrierte die Visualisierungsmöglichkeiten solcher Software, die auch in dieser frühen Phase einem Bauherrn sein Endprodukt plastisch darstellen kann. Im fortgeschrittenen Planungsstadium geht es um Raum-, Flächen- und Bauteileberechnungen: mit Hilfe der integrierten Baunormen automatisch zu ermitteln. Zur Vorbereitung der Ausschreibungs- unterlagen wird das Planungsdokument in Text aufgelöst, den dann die Bauunternehmer erhalten. Fertigteilehersteller können in der Bauphase die Planungsdaten des Architekten direkt übernehmen. Dazu zerlegt die Software den geplanten Bau in seine Elemente aufgelöst und liefert Daten für die maschinengesteuerte Betonteileherstellung.
Besonderen Raum widmete Wildermuth dem Thema "Die Bauwelt im Internet", denn wachsender Wettbewerbsdruck veranlasst die Branche, nach den Vorteilen dieses Mediums zu suchen. Bei Nemetschek denkt man z. B. über das Application-Service-Providing (ASP) nach. ASP soll die individuelle Abrechnung von Softwarenutzung erlauben und so den Kauf ihres Komplettpaketes überflüssig machen. Noch wird dieses Konzept aber nicht praktiziert.
Das Fazit von Wildermuth: EDV ist inzwischen für die Bauindustrie unverzichtbar. Sie stützt den Trend zu preisgünstigerem Bauen bei höherer Qualität. Etwa 30 bis 40 Prozent der deutschen Architekten arbeiten mit Nemetschek-Software. Deutsche Baunormen sind weltweit insbesondere im europäischen Ausland sehr gefragt. Software ersetzt aber keine kompetente Projektbeurteilung durch qualifizierte Bauingenieure und ausgebildete Fachkräfte. Ein Gebäude komplett durchzuplanen, ist eine genauso komplexe und anspruchsvolle Aufgabe wie Vergleichbares in der Automobil- oder Luftfahrtindustrie.
9. März 2001, I.H.M. 53. Internationale Handwerksmesse 2001:
Dr. Gregor Thomas, Vorstand für Technik und Marketing von "Handwerk.de", Berlin
"www.Visionen im Handwerk"
30 Teilnehmer: 16 TELI, 14 Gäste

Foto: Bernd Schöne
Über das Referat notierte sich Dieter Fahry, TELI:
Weltweit sollen es schon über 6 Milliarden Websites sein. Einige sind vielleicht schon wieder tot, andere leben noch gar nicht, viele fristen ein unentdecktes Dasein, werden vielleicht auch nicht besucht. Ganz anders will natürlich die Website des deutschen Handwerks sein. Sie will ein gemeinsames Portal sein für die gesamte Handwerksorganisation: vom Lehrling (Azubi?) bis zum Betriebsleiter und Betriebe gibt's immerhin 850.000, alles potenzielle Nutzer.
Dazu will diese Webseite gegenüber anderen einen deutlichen Mehrwert bieten. Zum einen den Homepage-Baukasten, mit dem sich jeder Betrieb seinen eigenen Web-Auftritt völlig kostenlos, individuell und selbständig gestalten kann. Des weiteren findet sich auf der ersten "Handwerk"-Seite als Besonderheit der "Mr. Check", so der Name für einen besonderen Button. Er findet zu einem vorher auf der Seite ausgewählten Stichwort auf Klick aus dem eingebauten Lexikon stichwortrelevante Zusatzinformationen. Eine Revolution ist so Dr. Thomas die Möglichkeit des Online-Editierens von Webseiten (bei erhaltener Berechtigung) nach Inhalt und Struktur.
Außerdem sind enthalten:
- Die größte Betriebsdatenbank mit Daten für eine Handwerkersuche durch private und gewerbliche Kunden.
- Die Ausschreibungsdatenbank mit ständig aktualisierten Daten über Aufträge, die (speziell in der näheren Umgebung) zu vergeben sind.
- Ein spezifischer Zugang zum Internet, d. h. zu sämtlichen Internet-Auftritten er Handwerksorganisationen.
Vieles soll noch hinzukommen, z. B. der systematische Ausbau des E-Mail-Dienstes und seine Verknüpfung mit anderen Internetdiensten (Adressen-, Termin-, Aufgabenlisten, mobil abrufbar). Oder die Möglichkeit, dass Fachverlage Beiträge zu unterschiedlichen Themen zuliefern können.
Einen Namen hat sie schon: http://www.handwerk.de/
3. April 2001, BAUMA 2001:
Dietrich Rokahr, Manager Marketing Support, Liebherr Mining Equipment,
Newport New, Virginia, U.S.A.
Muldenkipper-Giganten Innovationen im Tagebau"
22 Teilnehmer: 10 TELI, 12 Gäste
Das Thema beeindruckte Joachim Hospe:
Für sieben Tage war München Mittelpunkt der internationalen Bau- und Baustoffmaschinen-Industrie. Mehr als 390.000 Fachbesucher aus 152 Ländern informierten sich in den Hallen und auf der riesigen Freifläche bei mehr als 2.300 Ausstellern aus 42 Ländern über das aktuelle Angebot. Auf 445.000 m² Ausstellungsfläche wurden zahlreiche Weltneuheiten präsentiert. Besonders die Stimmung auf dem Freigelände war an allen Messetagen sehr gut. Das galt auch dem dort aufgebauten großzügigen Messestand der Firma Liebherr.
Zumindest ein Grund dafür war die Präsentation des neuen Muldenkippers TI 272 direkt neben dem 414-t-Großhydraulikbagger R 995 Litronic zwei "bärenstarke" Arbeitsgeräte für Tagebaueinsätze. Der schon allein durch seine Dimension beeindruckende Gigant TI 272 wurde in München erstmals der europäischen Öffentlichkeit vorgestellt: Bruttogewicht 442 t, Höhe 6,90 m, Länge 13,10 m, Breite 8,50 m!
Aufregend war bereits die Reise des Ungetüms zur BAUMA in München. Anfang März kamen die einzelnen Baugruppen vom Liebherr-Herstellerwerk in Newport News, USA, nach Bremerhaven. Dann fuhr der aus zwölf Fahrzeugen bestehende Konvoi auf der Straße nach München. Das 40 Tonnen schwere und fünf Meter breite Chassis erforderte eine minutiös ausgetüftelte Route, die nur bei Nacht befahren werden konnte. Auf dem Münchner Messegelände wurde der Koloss schließlich in sechs Tagen wieder zusammengebaut. Grund genug, zu diesem interessanten Thema beim TELI-Messestammtisch den zuständigen Liebherr-Spezialisten aus den USA zu hören. Leider hielt sich der Andrang der Kollegen diesmal in Grenzen, weil Konkurrenztermine lockten. Schade eigentlich, denn in Vortrag und Diskussion zeigte sich, wie stark das Thema ankam. Der Abend geriet zu einem neuen Höhepunkt in der Reihe der Münchner TELI-Messestammtische, zumal es dem Referenten gelang, das zunächst sehr trocken erscheinende "Konstruktionsthema" überraschend interessant zu gestalten.
Bis jetzt seien alle Muldenkipper nach dem gleichen Prinzip gebaut worden: Seit vielen Jahren so ausgelegt, dass der Fahrzeugrahmen das volle Gewicht von mittig aufliegender Mulde und Nutzlast aufnehmen und entsprechend dimensioniert werden müsse. Beim neuen TI 272 leiste diese Arbeit allein die Spezialkonstruktion der Mulde: Ihr Gewicht mitsamt dem der Nutzlast werde über Muldenlager und Kippzylinder weitgehend direkt in die Räder geleitet. Der Rahmen sei dadurch entlastet und könne wesentlich leichter sein: Diese neuartige Bauweise verringere das Leergewicht.
Dieser Muldenkipper befördere zudem seine Riesenlasten von maximal 290 t mit vergleichsweise hoher Durchschnittgeschwindigkeit. Im Tagebau betrage, so Dietrich Rokahr, der Produktionskosten-Vorteil bis zu 15 Prozent gegenüber den konventionellen Muldenkippern mit höherem Bruttogewicht, nicht zuletzt durch weniger Kraftstoffverbrauch. Wegen des geringeren Nettogewichts komme die Neu- konstruktion auch mit kleineren Reifen aus als die herkömmlichen Fahrzeuge. Dies mache sich trotz der Kosten von 126.000 DM pro Reifensatz in den Anschaffungskosten bemerkbar. Weitere Kosten- vorteile würden beim Reifenverschleiß auftreten. Die beiden einzeln aufgehängten, kurzen hinteren Schwingachsen für jeweils zwei Räder verliehen den Reifen bessere Bodenhaftung und damit eine höhere Zugkraft. Die stabile Straßenlage ermögliche bei Kurvenfahrten auch eine geringere seitliche Scheuerbewegung der Reifen. Bei Fahrzeugen herkömmlicher Bauart könne sich die auf einen hinteren Reifen wirkende Last durch Unebenheiten der Straße verdoppeln und so die Lebensdauer der Reifen erheblich verringern.
Motorisiert ist der TI 272 mit einem 2.014-kW-16V-Diesel der MTU. Der treibt einen Gleichstrom-Generator, der über Wechselrichter und Siemens-Radmotoren seine Leistung auf die Räder überträgt. Gebremst wird elektrisch mit Energierückgewinnung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 64 km/h. Vor allem bei Kurvenfahrt und auf schmierigen Böden kommt die große Leistungsfähigkeit und die hohe Verzögerungskraft des dieselelektrischen Antriebssystems zur Geltung, sagte Rokahr. Einen weiteren Vorteil dieses Antriebskonzeptes sieht er auch in der problemlosen Abnahme von Strom aus den in vielen Minen installierten Oberleitungssystemen. In der südafrikanischen Thabazimbi-Mine werden jährlich rund 3,6 Mio. t Eisenerz gefördert. Dort erreicht der TI 272 im Einsatz rund um die Uhr an sechs Tagen der Woche eine Betriebsverfügbarkeit von 93 %.
25. April 2001, SEMICON EUROPE 2001:
Dr. Franz Richter, CEO Süss Microtec AG, Garching
"Mit neuen Chip-Gehäusen zu neuen Geräten"
11 Teilnehmer: 5 TELI, 6 Gäste
Eine erste Zusammenfassung liefert Heinz Arnold, Bauelemente-Spezialist und SEMICON-Pressesprecher:
Neue Gerätegenerationen und die Fortschritte der IC-Fertigung stellen die IC-Gehäusetechnik vor ganz neue Herausforderungen. Fundamentale Veränderungen der Packaging-Technologien erfordern neue Maschinen und Prozesstechniken. Der IC selber, der sogenannte Die, wird zunehmend komplexer, die Anzahl seiner Anschlüsse steigt, die Taktfrequenz wächst in den Gigahertz-Bereich. Andererseits soll er möglichst wenig Platz brauchen, seine Wärme gut abführen und hochzuverlässig sein. Vor allem aber: Er soll sich kostengünstig fertigen lassen.
Einen ersten Schritt dazu ermöglichen die Area-Packages, vor allem die Ball Grid Arrays (BGAs). Sie tragen die Anschlüsse nicht mehr am Rand, sondern über die ganze Gehäuse-Unterseite verteilt. Der Vorteil: Die oft hunderte von Anschlüssen drängen sich nicht mehr mit ihren hauchdünnen Beinchen am Rand des Chips zusammen, sondern ihre Lotkügelchen lassen sich großzügig über die Chipfläche verteilen ohne Probleme durch verbogene Anschlussbeinchen, mit weniger gegenseitigen Störsignalen, da die Abstände größer sind. Außerdem lassen sich die Abmessungen der Chips reduzieren.
Ein weiterer Schritt besteht darin, die Pads der Dies mit kleinen Lotkügelchen (Bumps) zu versehen und "mit dem Gesicht nach unten" direkt auf ein Substrat zu setzen. Dazwischen lassen sich Umverdrahtungsebenen mit Verbindung zwischen den Bumps und den über die Gehäusefläche verteilten Anschlüssen unterbringen. So lassen sich Gehäuse fertigen, die praktisch nicht größer sind als die zugehörigen Dies (Chip Size Packages, kurz CSPs).
Der nächste Schritt ist das Wafer Level Packaging (WLP). Einfach ausgedrückt erlaubt WLP, die Bumps, die Umverdrahtungsebene, den Außenschutz des ICs und die Anschlüsse bereits auf dem Wafer zu fertigen. Wird der dann zersägt, fallen die fertig eingehausten Chips heraus. Das reduziert die Chip-Stückkosten erheblich. Die Fertigungsmethoden solcher Gehäuse gleichen sich denen im Frontend-Bereich an: zur Realisierung der kleinen Strukturen (Bumps und Umverdrahtungsebenen) Lithografie-Einsatz, dazu Prozesstechniken wie Elektroplating, Sputtern und Ätzen.
Doch es gibt auch gravierende Unterschiede zu den Frontend-Prozessen. Kurz gesagt, im Frontend-Bereich geht es darum, mit dünnen Schichten zu arbeiten, im Backendbereich kommen dagegen dicke Schichten zum Einsatz. Das gilt besonders für die Lithografie: Dicke Resist-Schichten aufzubringen und zu belichten diese Aufgabe ist neu und erfordert spezielle Maschinen. Süss hatte dafür schon früh auf Proximity Mask Aligner gesetzt. Denn Stepper mit ihrer geringen Tiefenschärfe für die Belichtung dicker Schichten eignen sich dazu nicht, sind zudem dank komplizierter Optik teuer und nicht einfach zu bedienen. Dagegen benötigen Mask Aligner keine aufwendige Optik das Licht muss lediglich parallel durch die Maske fallen und sind weniger aufwendig in Anschaffung und Unterhalt. Ein weiterer Vorteil: Der gesamte Wafer, sogar auch der neue mit 300 mm Durchmesser, ist in einem einzigen Schritt zu belichten, was einen hohen Durchsatz erlaubt.
Die Süss-Favorisierung des Mask Aligner hat sich als richtig erwiesen. Heute deckt das Unternehmen damit 80 Prozent eines stark wachsenden Marktes ab. Mit den Coatern, die auf die Abscheidung von dicken Resist-Schichten spezialisiert sind, und der kürzlich erfolgten Übernahme des Maskenherstellers Image Technology bietet das Unternehmen Gesamtlösungen aus einer Hand. Es hat auch wesentlich zur Gründung des Semiconductor Equipment Consortium for Advanced Packaging (SECAP) beigetragen, einem Gremium mit Vertretern von Süss, Unaxis (früher Balzers Process Systems), Semitool, Image Technology und dem Fraunhoferinstitut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration. Sein Ziel ist, die Prozesstechnologien aufeinander abstimmen und so ein Gesamtkonzept zu präsentieren, das potenziellen Anwendern die Scheu vor der neuen Technik nimmt und ihnen den risikolosen Übergang zu den neuen Fertigungsmethoden gestattet.
Für den Bauelementelaien Janos Kund, TELI stellte sich der Abend so dar:
Vor dem eigentlichen Vortrag gab Heinz Arnold, Vice President der POSITIO, Investor & Public Relations, eine kurze Übersicht zu Fachbegriffen der Halbleitertechnik wie "Wafer", "Front End" und "Back End". "Die" zum Beispiel ist ein Integrated Circuit (IC) vor dem Einschluss in ein Gehäuse. Er berichtete auch, die Messe "SEMICON Europe" habe nunmehr ihren Standort nach München verlegt.
Dr. Franz Richter wies darauf hin, dass durch die rasante Entwicklung der Semiconductor und Packaging Technologie in den letzten Jahren ein modernes Automobil heutzutage mehr "Computing Power" besitzt als die Saturn-Raketen, die damals die Apollokapseln in den Weltraum beförderten. Heute trägt ein "IC" Milliarden von Transistoren und erreicht Taktfrequenzen von über 1 GHz. Die fortschreitende Miniaturisierung führt beim Mikrochip zu einer Erhöhung der Rechenleistung und beim Packaging (Gehäusebau) zu einer Verkleinerung der Geräte mit Ergebnissen wie Handgelenk-Kameras, Handys etc. Die Aufgabe des Gehäuses ist nicht nur, den empfindlichen IC zu schützen, sondern auch, Anschlüsse für seine elektrische Verbindung zur Leiterplatte bereitzustellen.
Eine weitere Verbesserung von Herstellung und Wettbewerbsfähigkeit wird angestrebt durch neue Wege in der Packaging Technologie wie
· mehrere Chips wie ein "Sandwich" übereinander zu legen
· Anschlüsse nicht nur am Rand, sondern über die gesamte Chipfläche zu verteilen
· "Surface Mount Technologie", wobei die ICs vollautomatisch direkt auf die Leiterplatte gelötet werden.
Zur Kostenreduzierung laufen die gesamten Schritte für die Fertigung der Gehäuse bereits auf der Waferebene ab; nach Zersägen des Wafers erhält man die fertig gehausten Chips. "Front End" und "Back End" wachsen zusammen. Die Komplexität eines Chips ist heute nicht mehr allein maßgeblich: Nur wenn er in einem richtigen Gehäuse sitzt, ist er für seine Aufgaben geeignet.
Man schätzt, dass sich der weltweite Absatz der Prozessoren in den nächsten vier Jahren verfünffachen wird. Zu ihrer Fertigung wurden neue Phototechniken eingeführt ("Mask Aligner"), welche die Belichtung des gesamten Wafers in einem Schritt erlauben. Die Süss MicroTec AG ist ein Hersteller solcher Maschinen für die Fertigung von Chips und Mitglied der "SECAP" (Semiconductor Equipment Consortium for Advanced Packaging). Einer ihrer namhaftesten Kunden ist die Intel Corporation, die seit Jahren diese Maschinen für die Fertigung der "Mobile CPUs" für Notebooks verwendet.
Bei der anschließenden informellen Diskussion diesmal ohne Wortzuteilung wurden Fragen über Lage und Aussichten der Halbleiterbranche und über die Geschichte und Firmenphilosophie der Süss MicroTec AG erörtert.
16. Mai, TRANSPORT LOGISTIK 2001:
Prof. Dr. Michael ten Hompel, Ltr.d. Fraunhofer-Institutes für Materialfluss und Logistik (iml), Dortmund
"Die letzte Meile zum Endkunden Alternative Distributionsformen im E-Commerce"
25 Teilnehmer: 9 TELI, 16 Gäste
19. Juni, LASER 2001 World of Photonics:
Dipl.-Phys. Ulrich Hofmann, Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT), Itzehoe
"Mikrospiegel für die optische Datenkommunikation"
24 Teilnehmer: 13 TELI, 11 Gäste
Kollege Helmut Lemme TELI schrieb dazu:
Die Datenkommunikation rund um die Welt wächst so rasend schnell, dass die Netzknoten häufig überlastet sind und es zu Stauungen kommt. Ein schneller Ausbau ist dringend erforderlich.
Über Fernstrecken werden die Informationen in Form von Infrarot-Impulsen auf Glasfasern übertragen. Die Vermittlung der Signale geschieht aber nach wie vor rein auf der elektrischen Ebene: Die ankommenden optischen Signale fallen auf Photodioden; deren Ausgangsströme werden verstärkt, in hochintegrierten Siliziumchips auf die entsprechenden Ausgänge durchgeschaltet und anschließend mit Laserdioden wieder in optische Impulse gewandelt. Die fließen über andere Glasfasern weiter. Auf längeren Übertragungsstrecken wird so eine Information etliche Male zwischen elektrischer und optischer Form hin und her gewandelt, was mit hohen Kosten verbunden ist.
In Zukunft will man die optischen Signale in den Vermittlungen direkt optisch durchschalten ("Optical Cross Connect", OXC). Denn damit könnte man eine große Anzahl von Nachrichtenkanälen, die in dieselbe Richtung gelenkt werden sollen, gebündelt schalten, was eine große Anzahl von teuren Laserdioden, Photodioden usw. einsparen würde. Forschungen in dieser Richtung laufen an vielen verschiedenen Stellen der Welt. Auch ein deutsches Institut ist hier mit im Rennen: das Fraunhofer-Institut für Silizium-Technologie (ISIT), das 1996 von Berlin in ein für 250 Mio. DM neu errichtetes Gebäude nach Itzehoe/Schleswig-Holstein umgezogen ist. Stolz des Hauses sind 3.000 m² Reinraum.
Die Kernelemente der dort aufgebauten optischen Schalter sind 100 µm bis 500 µm große, bewegliche Spiegel aus einkristallinem Silizium, die entweder in den optischen Strahlengang hineingeklappt oder herausgezogen werden. Im ersteren Fall wird das aus der Eingangsfaser ankommende, durch eine Mikrolinse gebündelte Licht in eine andere Richtung umgelenkt, im letzteren Fall geht es geradeaus weiter. In beiden Fällen wird es über eine weitere Mikrolinse in eine Ausgangsfaser eingekoppelt.
Dieses Prinzip lässt sich sehr vorteilhaft mit der sich immer weiter verbreitenden dichten Wellenlängenmultiplex-Technik (Dense Wavelength Division Multiplex, DWDM) verbinden, bei der Signale von bis 160 Wellenlängen gleichzeitig über eine Faser laufen können.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Spiegel anzuordnen: "2D"- und "3D"-Architektur. Bei "2D" benötigt man bei n Eingangs- und n Ausgangsfasern n x n Spiegel, die elektrostatisch angesteuert jeweils in definierte Endstellungen kippen. Derartige Arrays werden z. B. von Firmen wie OMM (USA) mit bis zu 64 x 64 Spiegeln hergestellt. Ausführungen mit 256 x 256 sind geplant. Hier liegt die sinnvolle wirtschaftliche Grenze. Bei noch höheren Faseranzahlen wird die "3D-Architektur" günstiger, wie sie am ISIT entwickelt wird: Die Spiegel sind kardanisch aufgehängt, also um zwei Achsen beweglich. Man braucht dann zwei Arrays, bei N Fasern mit insgesamt 2N Spiegeln. Die Spiegel nehmen zwischen den Endstellungen auch viele Zwischenstellungen ein, das erfordert eine äußerst präzise Ansteuerung mit Rückmeldung der Spiegelposition über einen Regelkreis. Sie sind an Nickel-Stegen aufgehängt, die dauerhafter sind als Silizium: Noch nach Millionen von Schaltspielen zeigen sie keine Änderung der Parameter.
21. September, INTERBRAU DRINKTEC 2001:
Dr. Horst Christian Langowski, stvtr. Ltr. Fraunhofer-Institut f. Verfahrenstechnik u. Verpackung (IVV), Freising
Sprecher des Themenverbundes "Polymere Oberflächen" von 7 Fraunhofer-Instituten
"Kunststoffverpackungen für Getränke und Lebensmittel"
19 Teilnehmer: 10 TELI, 9 Gäste
Der folgende Bericht stammt von Eberhard Reinke TELI:
Der Verpackungsanteil aus Glas und Metall nimmt ab: für Konsumwaren in Deutschland auf 5,3 Mio Tonnen im letzten Jahr, davon die Hälfte aus Glas. Bei Getränken konkurriert heute Glas gegen Weißblech, Aluminium und Kunststoffe. So wuchs allein der Absatz von Behältern aus Polyethylen-Teraphthalat (PET) gegenüber dem Vorjahr um 10 bis 15 Prozent weltweit auf 6,5 Mio Tonnen, in Deutschland auf 0,1 Mio Tonnen. Die PET-Flasche für alkoholfreie Getränke erreichte 57 Prozent EU-Marktanteil, in Deutschland zwar noch nicht, holt aber stark auf. Selbst die "Glasbastion" der deutschen Brauer wankt: Holsten- und Carlsberg-Bier gibt es schon in PET und neuerdings als erstes deutsches Bier in der PET-Literflasche das Tucher-Magnum Pils aus Nürnberg. "Die günstige Relation von Füllvolumen und Verpackung ermöglicht es, dem Verbraucher sein Bier im 1-Liter-PET-Gebinde besonders preiswert anzubieten", verlautbarte Verpackungshersteller Schmalbach-Lubeca auf der Messe. In Benelux gibt es schon Joghurt-Drinks und Buttermilch aus der PET-Literflasche. Der Vortragende sieht es so: Weil an Verpackungen kaum noch zu verdienen ist, wird Kostensenkung über die gesamte Wertschöpfungskette gesucht. Derzeit sind Gewichtsverringerung und Funktionsverbesserung die treibenden Kräfte zur Verpackungsentwicklung, wobei man besonders die Kosten beachtet.
Kunststoffe sind nicht absolut dicht, Verschlüsse auch nicht. So oxidiert Bier bei zu viel Sauerstoffeintrag und wird bitter, Nüsse und Schokolade schmecken ranzig und Orangensaft verfärbt sich schnell, wird braun. Die Durchlässigkeit für Sauerstoff und Wasserdampf hängt vom Kunststofftyp ab und wird durch Beschichtungen minimiert. Zu unterbinden sind auftretende Atmungsprozesse (z. B. durch definierte Atmosphäre) und mikrobielles Wachstum (z. B. durch Schutzgasverpackung). Auch die Lichteinwirkung (Fotooxidation) selbst bei Glas (Lichtgeschmack bei Milch) sowie die Einwirkungen bei Transport und Lagerung sind zu beachten. Die Aufgabe besteht darin, hinsichtlich Produktempfindlichkeit, geforderter Mindesthaltbarkeit und anderen, an diesem Abend nicht besprochenen Kriterien die geeignete, ökonomisch und ökologisch vertretbare Verpackung zu finden und den jeweiligen Verpackungsvorgang zu optimieren.
Die Durchlässigkeit (Permeation) kann durch Barrieren bis zu 1000fach verringert werden. Hierzu in Stichworten: Mehrschicht-Aufbauten, anorganische Barrieren, metallische Schichten wie Alu-bedampfte Folien, die man heute auf Anlagen mit Geschwindigkeiten bis 18 m/s und 4 m Breite produziert, Transparentschichten (wie die SiO2-Bedampfung von PET), Mehrschicht-Coex-Strukturen, streckblasfähige Zweischicht-Strukturen, Innen- oder Außenbeschichtung von PET, verschiedene (nicht besprochene) Verschlusslösungen. Als typischer Investitionsaufwand für das Aufdampfen von Alu-Schichten in einer Produktionsanlage mit 200 bis 400 Mio m² Jahreskapazität wurden 4 bis 5 Mio DM genannt. Das Aufdampfen von SiO2 auf PET erfordert Zusatzinvestitionen von 8 bis 9 Mio DM für 140 Mio m² Jahresleistung, wobei jeweils ein zusätzlicher Kaschierprozess anfällt.
Der Trend läuft zu noch dünneren Verbundfolien bis hinab zu 20 µm (Toastbrotfolie), zu Verbesserungen beim Abpackprozess (dichte Siegelnähte), zu "aktiven" Verpackungen, die mit unbedenklichen Stoffen ohne chemische Zusätze Wasserdampf und Sauerstoff binden. Den Lichtschutz in Transparentpackungen will man außer durch Schutzgas auch durch produktangepasste Lichtdurchlässigkeit erreichen: das Verpackungsmaterial als Wellenlängen-selektiver Filter. Wachstumssegment ist das Verpacken von Frischprodukten, aber bei steigendem Kostendruck. Dazu werden Polymere als Basismaterialien, als Komponenten mit Barrierefunktionen, später auch als Sensoren und Indikatoren wesentlich beitragen. In der Gesamtmenge werden Basispolymere überwiegen (ca. 1 /kg), die man durch Veredelungstechniken mit Spezialpolymeren (bis ca. 10 /kg) und durch zusätzliche Beschichtung funktionsspezifisch anpasst.
2. Oktober, MATERIALICA 2001:
Dr. Jürgen Stebani, Vorstd.-Sprecher polyMaterials AG, Kaufbeuren
"Grenzen überwinden: Spezialkunststoffe, Life-Science-Polymere, Materialsysteme"
21 Teilnehmer: 12 TELI, 9 Gäste
TELI-Kollege Dr. Matthias Schaal fasste seine Eindrücke zusammen:
Je kleiner und leistungsfähiger Produkte und Bauteile werden, desto höher wachsen die Ansprüche an die jeweiligen Werkstoffe. Miniaturisierte Diagnosechips, Implantate für den vorübergehenden Ersatz körpereigenen Gewebes, Mikrolinsen, die an grauem Star erkrankte Patienten wieder sehen lassen all diesen Produkten ist gemeinsam: Sie bestehen aus maßgeschneiderten Kunststoffen. Für ganz spezielle Anwendungen entwickelt, werden sie in kleinen Mengen hergestellt. Es sind Nischenprodukte für große Chemiekonzerne meist uninteressant, für mittelständische Unternehmen ein lohnendes Geschäft.
Neue Technologien so der Referent überschreiten Grenzen, selbst gesetzte Grenzen aber muss man finden und überwinden! Dazu nannte er einige Beispiele. Strategiegrenzen: Der Fokus liegt auf geringen Mengenvolumina, anwendungsspezifisch maßgeschneidert mit großer Variationsbreite bei Monomeren, für neue Technologiefelder und "Querschnittanwendungen". Unternehmensgrenzen: Je nach Kundenanforderung und gewünschtem Eigenschaftsprofil wird der F+E-Aufwand angepasst.
Technologische Grenzen: Nach Zugabe von maßgeschneiderten Additiven können z. B. auch ungleiche Arten von Kunststoffen mit dem Infrarot-Laser verschweißt werden.
Fachliche Grenzen: Die Übertragung des neuen Verfahrens "Mikrospritzguss" wird durch die Kooperation von Materialexperten mit Verarbeitern und Linsenproduzenten ermöglicht.
Geschwindigkeitsgrenzen: Die Herausforderung besteht beispielsweise darin, die im Pharmabereich etablierten Forschungsmethoden erfolgreich auf die Polymerentwicklung zu übertragen.
Fazit: Die Kosten für die Entwicklung eines neuen Kunststoffs werden je nach Marktpotential und Form des Endproduktes zwischen dem Materialspezialisten und dem Anwender geteilt!
Technologiesprünge sind durch Grenzüberschreitung möglich. Innovation heißt Kooperation gemeinsam entwickeln, gemeinsam gewinnen. Es gibt (fast) nur selbst gesetzte technologische Grenzen, echte Grenzen setzt nur der Markt.
16. Oktober, SYSTEMS 2001:
Dr. Dave Wesner, IT Security Consultant, utimaco safeware AG, Oberursel
"Cyberterrorismus"
39 Teilnehmer: 17 TELI, 22 Gäste
7. November, PRODUCTRONICA 2001:
Dr. H. Schröder, Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM), Berlin
"Die elektrisch-optische Leiterplatte ein Lichtblick in die Zukunft"
34 Teilnehmer: 13 TELI, 21 Gäste
TELI-Jour-Fixe 2000
25. Januar: Klaus H. Knapp, freier Journalist, München
Erwartungen an unser Jahrhundert und was daraus wurde
19 Teilnehmer, 13 TELI, 6 Gäste
29. Februar: Dr. Hubertus M. Thomas,
Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Extraterristische Physik, Garching
Plasmakristalle der fünfte Aggregatzustand?
20 Teilnehmer, 13 TELI, 7 Gäste
28. März: Peter David Schaade, Geschäftsführer, und Friedrich Bock, Leiter Technical Support der Phonak GmbH, Fellbach bei Stuttgart
Der kleine Mann im Ohr Moderne Hörgeräte
33 Teilnehmer, 17 TELI, 16 Gäste
25. April: Gerhard Zahn, Technischer Direktor und Ausstattungsleiter der Bayerischen Staatsoper München
Von der Kulissen- zur Hightech-Bühne
17 Teilnehmer, 10 TELI, 7 Gäste
30. Mai: Prof. Dr. Ulrich Schumann, Direktor des Instituts für die Physik der Atmosphäre am Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Oberpfaffenhofen
Nachgefragt: Luftverkehr und Klima
33 Teilnehmer, 22 TELI, 11 Gäste
27. Juni: Dipl.-Phys. Wolf Dietrich Schuhbring, Abtlg.-Ltr. Rechensysteme im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München
Superrechner und ihre Entwicklung
23 Teilnehmer, 13 TELI, 10 Gäste
25. Juli: Prof. Dr. Theodor Strobel, Lehrstuhl für Wasserbau und Wasserwirtschaft der Technischen Universität München
Wasserbau: Großdämme und ihre Probleme
37 Teilnehmer, 22 TELI, 15 Gäste
18. August: TELI-Exkursion
Besichtigung der Tyrolit Schleifmittelwerke Swarowski AG, Schwaz, und der Swarowski Kristallwelten, Wattens/Tirol
29 Teilnehmer, 15 TELI, 14 Gäste
26. September: zugleich Messestammtisch zur Materialica
siehe dort!
25 Teilnehmer, 15 TELI, 10 Gäste
31. Oktober: Prof. Dr. Bernd-Helmut Kröpelin, Direktor des Instituts für Statik und Dynamik der Luft-
und Raumfahrtkonstruktionen der Universität Stuttgart
Der moderne Zeppelin Alternative oder Luftschloss?
25 Teilnehmer, 16 TELI, 9 Gäste
28. November: Prof. Dr. Joachim Treusch, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich (KfA)
Erwartungen an das kommende Jahrhundert
44 Teilnehmer,18 TELI, 26 Gäste
8. Dezember: TELI-Exkursionin Verbindung mit dem TELI-Forum
Audio im Internet
Besichtigung des Instituts für Rundfunktechnik GmbH (IRT München)
57 Teilnehmer, 19 TELI, 38 Gäste
TELI-Messestammtische 2000
17. März 2000, I.H.M. 52. Intern. Handwerksmesse: Dr.-Ing. Eckhard Steinmeier, Leiter Fahrwerk,
BMW AG, Service Produktbetreuung, München
High-Tech in der Autowerkstatt
22 Teilnehmer, 11 TELI, 11 Gäste
5. April 2000: SEMICON EUROPA 2000 International Conference and Exhibition:
Gerhard Kessler, Geschäftsführer Advantest Europe (Holding) GmbH, München
Wie prüft man einen Chip?
18 Teilnehmer, 10 TELI, 8 Gäste
12. April 2000: Analytica 17. Intern. Fachmesse und Analytica Conference für Analytik, Biotechnologie,
Diagnostik und Labortechnik: Dr. Alfred Maute, Technologies Manager, Agilent Technologies
(bisher Hewlett Packard), Waldbronn
Mikroreaktionstechnik Innovation für die Chemieproduktion?
21 Teilnehmer, 9 TELI, 12 Gäste
26. September 2000, zugleich TELI-Jour-Fixe: Materialica 3. Intern.Fachmesse für innovative Werkstoffe und Anwendungen, Verfahren und Anwendungen mit Kongress
Dr. rer. nat. Günter Bräuer, Leiter der Fraunhofer-Institute für Schicht- und Oberflächentechnik (IST), Braunschweig, und Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP), Dresden
Dünne Schichten Applikation und Nutzen
25 Teilnehmer, 15 TELI,10 Gäste
18. Oktober 2000: Ceramitec 2000 8. Internationale Fachmesse für Maschinen, Geräte, Anlagen, Verfahren und Rohstoffe für Keramik und Pulvermetallurgie:
Dipl.-Ing. Friedherz H. Becker, Versuchsleiter Riedhammer GmbH Industrie-Ofenanlagen, Nürnberg
Vom Brennofen zur Brennmaschine
13 Teilnehmer, 7 TELI, 6 Gäste
7. November 2000: SYSTEMS 2000 19. Internationale Fachmesse für Informationstechnologie und Telekommunikation mit Kongress:
Dipl.-Ing. Norbert Pohlmann, Vorstandsmitglied utimaco safeware AG, Aachen
Risiko Internet: Firewall-Systeme
39 Teilnehmer, 16 TELI, 23 Gäste
22. November 2000: ELECTRONICA 19. Internationale Fachmesse für Bauelemente
und Baugruppen der Elektronik:
Dr. Horst Laven, Entwicklungsleiter Communication Devices, Digital Products, Siemens AG, Bocholt
Mit Bluetooth gegen den Kabelsalat
39 Teilnehmer, 12 TELI, 27 Gäste
TELI-Forum München 2000
8. Dezember 2000 in Verbindung mit der TELI-Exkursion am gleichen Tage:
"Audio im Internet" mit den Referaten von
Dipl.-Ing. Gerhard Stoll (Institut für Rundfunktechnik, München):
"Grundlagen der Datenreduktion, Entwicklung und Ausblick auf künftige Verfahren"
Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg (Leiter der Fraunhofer-Arbeitsgruppe "Elektronische Medien- technologie und des Fraunhofer-Institutes für Integrierte Schaltungen ISS in Ilmenau):
"Die Entwicklung von MP3 von der Theorie zum Welterfolg"
Dr. Alexander Wolf (GEMA, München):
"Musik vom besten Freund Die rechtlichen Probleme im Umfeld von MP3"
Dr. Otto Witte (Systementwicklung Micronas GmbH, Freiburg):
"Aus Software wird Silizium Die MP3-Chips"
Laborbesichtigungen unter der Fragestellung
"Jenseits von MP3 und Microsoft Wie klingt Musik nach aktuellen Datenreduktionsverfahren?"
57 Teilnehmer, 19 TELI, 38 Gäste
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