Lachen über Wissenschaft wird zum Programm

Meister des Slams: Jaromir Konecny performt und moderiert das Science Kabarett (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften
Meister des Slams: Jaromir Konecny performt und moderiert das Science Kabarett (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften

Die Wissenschaftskommunikation erkundet neue Wege, den Bürger anzusprechen. Nach dem Science Slam kommt jetzt das Science Kabarett. Forschung und Probleme damit verstehbar und fühlbar machen, durch Humor, Satire, Comedy. Bühne frei für Profis – auch Anfänger: Testen Sie Ihr Talent am offenen Mikro!

Marc-Denis Weitze lässt seinem Buch Taten folgen. „Wissenschaftskommunikation – Schlüsselideen, Akteure, Fallbeispiele“1, zusammen mit Wolfgang M. Heckl veröffentlicht, Generaldirektor des Deutschen Museums in München und preisgekrönter internationaler Wissenschaftskommunikator, forscht nach neuen robusten Brücken zwischen Experten und Laien, Forschern und Öffentlichkeit.

Marc-Denis Weitze, Wissenschaftskommunikator, Buchautor, Slammer, hier beim Thema Wasserspaltung und wie sie die Energieprobleme lösen könnte. Er ist Co-Organisator des neuen Science Kabaretts. (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften
Marc-Denis Weitze, Wissenschaftskommunikator, Buchautor, Slammer, hier beim Thema Wasserspaltung und wie sie die Energieprobleme lösen könnte. Er ist Co-Organisator des neuen Science Kabaretts. (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften

In der Theorie und auf dem Papier – jetzt auch in der Praxis: Weg von der akademischen Vorlesung, hin auf den Marktplatz, dort wo die Bürgerinnen und Bürger sich tummeln und ansprechbar sind für Themen der Wissenschaft und was ihre Alltagsprobleme damit zu tun haben. Auch Kneipen und Bühnen sind dankbare Foren, Drehscheiben des Austauschs. Weniger Großhirn und Katheder, dafür mehr „hands-on“, Praxis, Spiel und auch Kunst, gehört doch Wissenschaft traditionell zum Kanon der Künste.

Werte statt Wissen

Ziel dieser neuen Wege ist, Wissenschaft mehr in der Gesellschaft zu verankern und Bürger daran zu beteiligen. Das ist die große Herausforderung unserer Zeit, will Forschung glaubwürdig bleiben und seine Versprechungen für eine bessere Zukunft einhalten. Daran gibt es Zweifel: Ob abendländische Wissenschaft und das Anthropozän, Klimaerwärmung und das von unserer Zivilisation geschaffenen Menschenzeitalter, wirklich ein Segen für Planeten, Natur und Menschen sind?

Eine neue Erfahrung: Wissenschaft füllt große bayerische Wirtshaussäle, hier beim Science Slam Münchner Wissenschaftstage 2016 (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften
Eine neue Erfahrung: Wissenschaft füllt große bayerische Wirtshaussäle, hier beim Science Slam Münchner Wissenschaftstage 2016 (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften

In „Wissenschaftskommunikation“ breitet das Autoren-Duo einen ganzen Fächer von Methoden und Modellen der Wissenschaftskommunikation aus: Hier finden Praktiker die für sie passenden Werkzeuge und Materialien. Genauso wichtig ist freilich der Bauplan. Das würdigt am „Neuen Weitze-Heckl“2 Reiner Korbmann, einer Deutschlands dienstältesten und renommiertesten Wissenschaftsjournalisten und Wissenschaftskommunikatoren.

Bei dem Bau dieses Hauses geht es nicht um Wissen und Faktenhuberei, sondern Werte, das Einander-Zuhören, den zweigleisigen Dialog, eine neue Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit, vermittelt durch innovative Methoden der Kommunikation. Das ist, so die Weitze-Heckl-Botschaft, die Aufgabe von Wissenschaftskommunikation im 21. Jahrhundert.

Praxis-Experiment

Bier sorgt immer für Stimmung: Maximilian Dietz zaubert mit Proteinen Bierschaum (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften
Bier sorgt immer für Stimmung: Maximilian Dietz zaubert mit Proteinen Bierschaum (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften

Diesem Praxisexperiment hat sich jetzt Weitze3 verschrieben, Chemiker und Philosoph, promoviert und jüngst auch habilitiert, Leiter der Technikkommunikation bei der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften acatech. Dabei hat er das Science Kabarett entdeckt. Dieses wird in diesem Jahr mit einer Serie von Veranstaltungen von sich reden machen.

Seit der Jahrtausendwende ist in Deutschland der Poetry Slam bekannt. Dichter und Künstler, wer immer sich dazu berufen fühlt, stellen in lockerer Atmosphäre ihre Prosa und Verse vor und lassen sich vom Publikum bewerten. Vor zehn Jahren entwickelte sich daraus der Science Slam. Der ist Themen aus Wissenschaft, Technologie und Forschung vorbehalten und wird meist von jungen Nachwuchsforschern präsentiert. Sie machen Komplexes verstehbar, populär und unterhaltsam, oft mit einer deftigen Prise Humor und Komik durchwürzt.

Adstringenz, nie gehört! Judith Delius erklärt sie am Beispiel von Rotweintrockenheit im Mund (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften
Adstringenz, nie gehört! Judith Delius erklärt sie am Beispiel von Rotweintrockenheit im Mund (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften

Dieses Format will Weitze nun auf eine neue, höhere Stufe heben, die des wissenschaftlichen Kabaretts. Diese Bühne ist anspruchsvoll und wird bisher nur von Vollprofis wie dem Mediziner Eckart von Hirschhausen und dem Physiker Vince Ebert bespielt. Als Mitstreiter für die Popularisierung hat Weitze den Poetry Slammer, Schriftsteller und promovierten Naturwissenschaftler Jaromir Konecny4 gewonnen.

Cross Over Slam

Bei einem Science Slam zu den Münchner Wissenschaftstagen5 im November 2016, veranstaltet von acatech und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, sozusagen der Kickoff für das Science Kabarett, führte der Deutsch-Tscheche vor einem hundertköpfigen Publikum fulminant durch das Programm.

Ja, so erreicht man die Menschen mit Wissenschaft, mit anschaulicher Darstellung, Humor, Witz (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften
Ja, so erreicht man die Menschen mit Wissenschaft, mit anschaulicher Darstellung, Humor, Witz (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften

Das deutsche Science Kabarett geht am 8. März an den Start. Veranstalterin und Ort des Geschehens ist die Münchner Seidlvilla, Konecny moderiert. Geplant ist eine gemischte Show mit Performern aus Poetry und Science Slam, Kabarett und Wissenschaftskabarett.

Es performen bei diesem Debüt in der Seidlvilla6:Jaromir Konecny, the master himself, mit „Fitness fürs Gehirn“, Markus Berg mit „Der Schreck im Netz! Ist das nur ein Fehler oder hat mich gerade der Staubsauger gehackt?“, Sven Kemmler mit „Sprachverständnis jenseits von Inhalt“, der Songpoet Christoph Theussl. Das Science Kabarett soll gegen Eintritt alle zwei Monate in der Seidlvilla auftreten, mit unterschiedlichen Besetzungen aus der Region und ganz Deutschland.

Trump-Satiren

Ob Slam, Kabarett, Naturwissenschaft oder Philosophie: Weitze fasst diese Formate mit dem Begriff „Cross Over Slam“, kurz COS zusammen. Dafür gibt es in diesem Jahr zwei weitere Termine:

  • am 20. Mai in der Spielbank Bad Wiessee im Rahmen der Wissenschaftstage Tegernsee
  • am 27. November im Wirtshaus am Bavariapark, als Co-Veranstaltung von acatech und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, anlässlich der Münchner Wissenschaftstage 2017.
  • hierbei soll es auch ein offenes Mikro für Experimentatoren geben, die sich im COS ausprobieren mögen!
Gewinner: Der Bierschaumzauberer (li.) mit dem Moderator (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften
Gewinner: Der Bierschaumzauberer (li.) mit dem Moderator (c) Bayr. Ak. d. Wissenschaften

Themen? Der Anti-Science-Kurs des neuen US-Präsidenten Trump, erfundene Wahrheiten und alternative Fakten könnte dieser neuen Sparte der Bühnen- und Wissenschaftskunst zu großem Auftrieb verhelfen. Es gibt etwas zu verteidigen, wozu besonders Medien, Comedy und Kabarett aufgerufen sind: die vom Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und durch die meisten Verfassungen der Nationen der Welt geschützte Freiheit der Wissenschaft, Kunst und Presse.

Satire: Bürgerpflicht!

„Satire ist eine der stärksten Waffen in der Ära Trump“, schrieb in diesen Tagen Josephine Tovey7, die New York Korrespondentin des Sydney Morning Herald. Diese sei sogar „Bürgerpflicht“, findet der Kabarettist und Host Alec Baldwin8, der im US-TV-Programm Saturday Night Life SNL den Donald Duck, äh Trump gibt.


Der neue Weitze-Heckl: Anleitung zur Resonanz zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit (c) Springer
Der neue Weitze-Heckl: Anleitung zur Resonanz zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit (c) Springer

Referenzen

1) Bibliografie Weitze/Heckl „Wissenschaftskommunikation“  http://www.springer.com/de/book/9783662478424
2) Wissenschaft kommuniziert: „Der neue Weitze-Heckl“  https://wissenschaftkommuniziert.wordpress.com/2016/01/26/der-neue-weitze-heckl-stichwortsammlung-fuer-die-wissenschaftskommunikation/
3) Weitze-Kontakt
http://www.acatech.de/de/ueber-uns/organisation/geschaeftsstelle/mitarbeiter.html?q=w
4) Konecny-Profil und sein neues Buch „Herz Slam“
https://de.wikipedia.org/wiki/Jaromir_Konecny
http://www.amazon.de/Herz-Slam-HC-Ravensburger-Junge/dp/3473401315/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1441015290&sr=8-1&keywords=herz+slam
5) Münchner Wissenschaftstage 2016 Slam-Report
http://www.acatech.de/de/aktuelles-presse/presseinformationen-news/news-detail/artikel/science-slam-im-wirtshaus-wasser-element-des-lebens.html
6) Science Kabarett Villaseidl Ankündigung
http://www.seidlvilla.de/programm-detail/events/974.html
7) Satire in der Trump-Ära
https://twitter.com/jo_tovey?lang=de
8) Donald Trump Sketches von Alec Baldwin
https://www.nbc.com/saturday-night-live/cast/alec-baldwin-57921/impersonation/donald-trump-285097

6 Kommentare

  1. Wurde auch Zeit, dass das Kabarett sich der Wissenschaft stärker annimmt. Seit den Zeiten von „Überbrettl“ (Berlin), „Elf Scharfrichter“ (München) und „Jung-Wiener Theater zum lieben Augustin“ (Wien) wissen wir, dass gutes politisches Kabarett mehr Informationen und Zusammenhänge liefert, als alle Nachrichten- und Informationssendungen zusammen (mehr als das Theater sowieso).

    Im Fernsehen nehmen sich „Schlachthof“, „Mitternachtsspitzen“, „Extra 3“, „Die Anstalt“ oder die „Tagesshow“ immer wieder wissenschaftlicher Themen an. Insofern sehe ich eigentlich keine Marktlücke für extra Wissenschaftskabaretts.

    Übrigens ist Kabarett auch mehr als nur Lachen über etwas – insofern greift die Überschrift etwas daneben. Es transportiert auch anderes als nur Humor. Und im Unterschied zu Comedy geht es auch sehr viel tiefer an die Substanz.

    Kurz: Kabarett ist Satire, die ihre Schärfe verliert, wenn es zur einer Humor- oder Comedy-Vorstellung würde.

    Problematisch wäre, wenn Wissenschaftler selbst auf die Bühne gehen würden. Sicher gibt es Ausnahmen.

    Aber die politischen Kabarettisten sind ja schließlich auch keine Politiker. Eben genau das macht ja den Charme von Kabarett aus. Die Kabarettisten haben Distanz zur Politik und dürfen/müssen überraschende Querverbindungen offen legen. eben auch zur Wissenschaft (s.o.). Diese Distanz zur Wissenschaft sollten Wissenschaftskabarettisten auch unbedingt haben (übrigens genau wie Wissenschaftsjournalisten, die keine Wissenschaftler sein sollten).

    Und nicht zu vergessen: Die meisten Kabaretts haben geniale Autoren im Hintergrund, die an Texten und Pointen schleifen und sie mit den Protagonisten einüben.

    Mir graut eigentlich vor Vorstellungen, in denen Anfänger ihr Talent am offenen Mikro ausprobieren. Auch Kabarett will professionell gestaltet werden. Mal ehrlich: Die Science Slams waren doch für alle Nicht-Slammer-Kollegen, -Freunde und -Familienmitglieder meist eine Zumutung für Außenstehende, selbst wenn sie wohlmeinend waren.

  2. Danke auch für den Hinweis von Hajo: „Distanz zur Wissenschaft“ sollte hier tatsächlich das Ziel sein. Der Vergleich mit dem Wissenschaftsjournalismus trifft den Nagel auf den Kopf. Aber genauso wie im Wissenschaftsjournalismus sollten auch Wissenschaftler aktiv werden dürfen.
    Trainer wie Jaromir Konecny können aus Wissenschaftler durchaus bühnenreife Performer machen. „Cross Over Slam“ bedeutet, dass sich „alle Seiten“ beteiligen – Wissenschaftskritiker, Wissenschaftsferne, Wissenschaftler, …
    Vielleicht schaffen wir es mit solchen Formaten dann endlich, andere Zielgruppen zu erreichen als immer nur Kollegen, Freunde und Familienmitglieder.

  3. In der Tat, MDW: Meistens werden die bereits Missionierten missioniert, wie ich auch in den vielen Klimaherbstveranstaltungen über die letzten Jahre in München beobachten konnte. Formate wie Wissenschaftskabarett und besonders Cross-Over-Slams (sollte man sich diesen Terminus schützen lassen?) könnten die starren Wände durchbrechen.

    Kein Zweifel indes daran, mit Hajo, dass dieses neue Wissenschafts-Genre für alle Performer eine große Herausforderung ist: Ist Humor schon eine schwere Kunst, besonders für uns Deutsche, wie unsere ausländischen Nachbarn uns nicht müde werden nachzusagen, dann ist gelungene Satire eine noch mal höhere Hürde. Aber warum sollen Newcomer und junge Talente keine Chance kriegen — auch wenn die Performance mal in die Hose gehen sollte? Try better, fail better!

    Nur gut, dass Jaromir hierfür als Trainer fungiert. Dafür ist er mental mit seinem tschechischen Mutterwitz bestens ausgerüstet. Jaromir, auf Dich könnten arbeitsreiche Zeiten zukommen.

  4. Lieber Herr Neubert, mich würde interessieren, welche grausamen Erfahrungen Sie zu der Aussage getrieben haben „Mal ehrlich: Die Science Slams waren doch für alle Nicht-Slammer-Kollegen, -Freunde und -Familienmitglieder meist eine Zumutung für Außenstehende, selbst wenn sie wohlmeinend waren.“

    Ich veranstalte seit einigen Jahren Science Slams, und ich musste selten Plakate drucken. Die Veranstaltungen sind fast immer etliche Tage im Voraus ausverkauft. Die gleichen Erfahrungen machen meine Kolleginnen und Kollegen, die in vielen anderen Städten Science Slams vor ausverkauften Häusern veranstalten. Ich glaube kaum, dass alle diese Menschen im Publikum Masochisten sind, und sich absichtlich immer wieder einer „Zumutung“ aussetzen. (genauso wenige vermute ich ausufernd große Familien dahinter)

    Deswegen würde mich schon eine etwas differenziertere Darlegung Ihrer Meinung interessieren: meinen Sie damit Kritik an den unterhaltenden Qualitäten von Science Slams? Oder an der fachlichen Tiefe? Oder etwas anderes? Und worauf gründet ihre Position?

    • Ich war bei zweien hier in Norddeutschland dabei (mehr wollte ich mir danach nicht antun). Ja, die Veranstaltungen waren in der Tat sehr voll (40-50 Leute fasste der Raum, vielleicht auch 60; ich weiß es nicht mehr so genau). Aber das Publikum kannte sich untereinander sehr gut: Freunde, Kollegen, Kommilitonen, Familie.

      Ja, meine Kritik richtet sich an die „unterhaltenden Qualitäten“ der beiden Science Slams, bei denen ich war. Sehr viele Insiderpointen und akademische Floskeln, teilweise einfach nur platt, teilweise unverständlich (inhaltlich, aber auch akustisch wegen zu schnell runtergeratterter Aussprache). Die, sage ich mal, „künstlerische Qualität“, lag denn doch weit unter den ebenfalls zwei Poetry Slams, die ich mal besucht hatte. Aber okay, für eine Party mit Freunden sicher ganz lustig. Aber als Instrument der Wissenschaftskommunikation? Hmm.

  5. Fließendes Latein aus Roms Wasserleitungen

    Richtig, viele Science Slams sind sehr nerdig. Gleichwohl geht es auch anders. Beim Science Slam bei den Wissenschaftstagen Tegernsee gab es eine ebenso verständliche wie hintergründige und zudem witzig vorgetragene Präsentation. Titel oben, unten die Kurzfassung:

    Ob Thermen, Aquädukte, Brunnen oder Kloaken, niemand konnte den Römern das Wasser reichen. Klar: Um ihr sumpfiges Dorfzentrum trockenzulegen und zu reinigen (cluere), mussten schon die Ur-Römer eine cloaca anlegen. Gebadet wurde ursprünlich in der latrina. Denn eigentlich war sie eine lavatrina, wo man sich wusch (lavare). Kurios ist der Umgang mit griechischen Wörtern: Geht der Römer außer Haus nicht in das Bad (balneum), so besucht er die Bädinnen (balneae) — ein ganz neues Feld für Gender Studies! Überflüssigerweise bezeichnete man diese öffentlichen Bäder später auch als thermae: Das Wort war aber im damaligen Griechisch genauso ungebräuchlich wie „wellness“ im heutigen Englisch. Ganz schön verrückt, diese Lateinwörter!

    DANKE der Slamerin und Autorin, Dr. Claudia Wick, wissenschaftliche Mitarbeiterin am lateinischen Wörterbuch „Thesaurus linguae Latinae“ an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (München). Der Science Slam im Casino Bad Wiessee/Tegernsee war für sie erst die zweite Veranstaltung dieser Art. Fast zeitgleich berichtete die „Süddeutsche“ über das ambitionierte Lateinprojekt der Akademie. ->

    http://www.wissenschaftstage-tegernsee.de/content/programm/2017.html
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/sprache-verzettelt-1.3518461

    Claudia findet: Die „humanities“/Geisteswissenschaften sollten dem Beispiel der „sciences“/Naturwissenschaften folgen und für Slams kreative Präsentationsideen entwickeln. Hier erhalten auch sie jene Aufmerksamkeit, über deren Mangel sie sich so oft beklagen.

    PLEASE SAVE THE DATE: 27. November 2017, nächster Slam als Crossover, Mix verschiedener Formate (siehe Bericht oben), als Teil der Münchner Wissenschaftstage 2017, in Zusammenarbeit von acatech und der Bayrischen Akademie der Wissenschaften. –>>

    http://www.muenchner-wissenschaftstage.de/

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