Langweilige Wissenschaft mit Kunst aufpeppen!

Öffentliche Beichte bei der PCST Konferenz/Neuseeland: Nur echt mit dem werfbaren Mikrofon! (c) Goede

Herz und Emotionen mit Zahlen und Fakten zu verbinden: Wer das schafft, bleibt bei seinem Publikum mit Berichten aus der Wissenschaft in Erinnerung. Das war eine wichtige Erfahrung, die Teilnehmer von der PCST 2018 Konferenz in Neuseeland (Public Communication of Science and Technology) mit nach Hause nahmen. Welche Mittel kommen dafür in Frage?

Zuallererst natürlich Geschichten erzählen. Zahlen und Fakten mit Personen und Erlebnissen anzureichern und in eine Spannungskurve zu bringen. Dazu außerdem Comics, Science Slams und Theater in die Darstellung miteinbringen.

Big Van, spanische Stand-up Comedy Truppe, mischt trockene Konferenzen auf (c) Goede

Die spanische Kabarettgruppe Big Van ist darin erfolgreich, mit Clownsnasen und Stand-up Comedy Schülern die STEM-Fächer (Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurswissenschaften, Mathematik) nahezubringen und zu versüßen. Im EU Projekt „Perform“ hat sie das untersucht und wird im Juni in Paris die Ergebnisse präsentieren.

Robert Inglis von „Jive Media Africa“ arbeitet mit jungen Afrikanern und Hiphop-Musik, um sie für HIV Ansteckung sensibel zu machen. Wiebke Finkler, Universität Otaga, Neuseeland, berichtete über die Tricks der Videofilmerei und sagte, dass improvisierte, mitunter verwackelte Aufnahmen mitunter besser ankommen als sehr professionell gemachte. Das Laienhafte gebe dem Video mehr Authentizität. Wolfgang Goede, TELI und Weltverband der Wissenschaftsjournalisten, diskutierte als neues Genre den „fiktionalen Wissenschaftsjournalismus“.

Mikko Myllykoski, Leiter des Science Center „Heureka“ in Helsinki, hätte vermutlich den Kreativitätswettbewerb gewonnen, wäre der ausgeschrieben gewesen. Seine „Confession Session“, in der Teilnehmer über Fehler berichteten, fand großen Zuspruch. Seine Kollegin Satu Lipponen, Strategieexpertin der Finnischen Krebsgesellschaft, kommentierte: „Wir müssen die bei Konferenzen, in Schule und Lehre üblichen Top-down-Formate sprengen („disruption“), die Teilnehmer auf die Wissensreisen mitnehmen, vom ‚ICH-MODUS‘ in den ‚WIR MODUS‘ kommen.“

Zusammenfassung des Konferenzreports auf der PCST Liste 
Orginalreport bei World Federation Science Journalist

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