Wolfgang D. Müller im Alter von 75 Jahren gestorben

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Nach dem Jura-Studium in seiner Heimatstadt München und Kriegsdienst war Wolfgang D. Müller (geboren am 13. September 1919) einige Jahre in Südostasien, von wo er u. a. freiberuflich für deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften über wirtschaftliche Entwicklungen berichtete. Nach seiner Rückkehr in die Bundesrepublik schrieb er Anfang der 50er Jahre zunächst Berichte und Sachbücher über die wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und technischen Zusammenhänge der damals neuen großen technischen Entwicklungen, insbesondere über Kernenergie und Weltraumfahrt.

Als der Handelsblatt-Verlag 1956 die Fachzeitschrift „atomwirtschaftatomtechnik“ (atw) gründete, übernahm W. D. Müller die Chefredaktion bis zu seinem Ausscheiden aus Altersgründen Ende 1984. Neben der Verantwortung für „Nebenprodukte“ der Zeitschrift, wie ab 1972 für den Informationsdienst „Kernenergie und Umwelt“, war Müller Initiator und bis 1991 Mitherausgeber des 1970 erstmals publizierten „Jahrbuchs der Atomwirtschaft“. Arbeitsfreude und Arbeitsstress blieben TELI-Kollegen Müller auch nach der Pensionierung bei der Arbeit an einer umfangreichen „Geschichte der Kernenergie in der Bundesrepublik Deutschland“ erhalten. 1990 erschien Band I „Anfänge und Weichenstellungen“ (743 S.), 1996 Band II „Auf der Suche nach dem Erfolg – die Sechziger Jahre“ (630 S.). Zuletzt veröffentlichte er eine „Geschichte der Kernenergie in der DDR“.

Zu den Ehrungen, die Wolfgang D. Müller erhielt, gehören das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und der Karl Winnacker-Preis des Deutschen Atomforums.

Wolfgang D. Müller starb am 22. Januar 2006.

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